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Wann ist man gesund?

Laut Weltgesundheitsorganisation ist Gesundheit ein Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. In der Unter-scheidung zwischen körperlicher (physische) und geistig-seelischer (psychische) Gesundheit liegt die Hoffnung mit Hilfe eines gesunden Geistes die Leiden des Körpers ertragen und reduzieren zu können.

Körperliche Gesundheit

Zur Wahrung körperlicher Gesundheit gehört unter anderem gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung.

Gesunde Ernährung

Zu einer gesunden Ernährung gehört regelmäßiges Essen, Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Am besten jeweils vielfältige, abwechs-lungsreiche, biologisch-vollwertige Mahlzeiten mit mindestens je einem Nahrungsmittel aus folgenden Kategorien:

  • Kohlehydrate: Kartoffel, Nudeln, Reis, Brot
  • Vitamine: Gemüse, Obst
  • Eiweiß: Fleisch, Fisch, Ei, Milch, Käse, pflanzliches Eiweiß, Sojaprodukte, Bohnen
  • Zusätzlich: Öle, Kräuter, Nüsse, Keime, Gewürze, Nachtisch
  • Plus mindestens 1,5-3 Liter Wasser von guter Qualität.

Ausreichend Bewegung

Ihren Körper sollten Sie ihren Vorlieben entsprechend mindestens ½-2 Stunden täglich bewegen: spazieren, gehen, walken, joggen, laufen, Fahrrad fahren, schwimmen, klettern, Sport treiben, Gymnastik, Dehnübungen, Putzen, Krafttraining, Gerätetraining, Ballspiele….

Seelische Gesundheit

Was macht unsere seelische/psychische Gesundheit aus? Drei Thesen zur Erhaltung seelischer Gesundheit:

  • Das Streben nach Bedürfnisbefriedigung und Selbstverwirklichung erhält seelische Gesundheit (siehe Bedürfnispyramide)
  • Das Streben nach Selbstwahrnehmung führt zu seelischer Gesundheit (siehe Zwiebelmodell)
  • Ressourcen auf die wir zurückgreifen können, erhalten seelische Gesundheit (siehe Ressourcen, Positive Aktivitätenliste)

Die Bedürfnispyramide
(frei nach Abraham H. Maslow)

„Erhält das Streben nach Bedürfnisbefriedigung und Selbstverwirklichung seelische Gesundheit?“

beduerfnispyramide

  • Selbstverwirklichung (Individualität, Talententfaltung ,Perfektion, Erleuchtung)
  • Individualbedürgfnisse (Sicherheit, Geborgenheit, Recht, Ordnung, stabile Umgebung, Gefahrenschutz, Absicherung, fester Arbeitsplatz)
  • Soziale Bedürfnisse (Beziehungen,Familie, Freundeskreis, Partner-schaft, Liebe, Intimität, Kommunikation)
  • Sicherheitsbedürfnisse (Soziale Wertschätzung, Status, Respekt, Anerkennung, Wohlstand, Geld, Einfluss, Erfolg)
  • Physiologische Bedürfnisse (Elementare, körperlicfhe Bedürfnisse zum Erhalt des Lebens wie: Atmung, Schlaf, Nahrung, Gesundheit, Wärme, Wohnraum, Sexualität, Freiheit, Ruhe)

Die Möglichkeit Bedürfnisbefriedigung anzustreben trägt in Form von Lebensinhalten zur seelischen Gesundheit bei. Das Erreichen der Bedürfnisbefriedigung ist jedoch kein Garant für seelische Gesundheit. Je differenzierter (weiter oben) die Bedürfnisse sind, umso schwieriger zu erreichen, umso fragiler die seelische Gesundheit. Die Psyche ist anders gefährdet bei jemand der um tägliche Nahrung kämpfen muss, als bei jemandem, der bei einem reichlichen Angebot an Nahrung täglich um sein Gewicht kämpft. Je mehr Bedürfnisse befriedigt sind, umso schwieriger ist der Plan für den nächsten Schritt und damit der gefühlte Lebenssinn. Henry Ford, zu seiner Zeit einer der reichsten Männer der Welt: „ich bin ganz oben auf der Leiter des Erfolgs angekommen und kann Euch sagen, hier oben ist nichts…“

Zwiebelmodell
(frei nach Alexander Lowen, Die Spiritualität des Körpers)

„Führt das Streben nach Selbsterfahrung zu seelischer Gesundheit?“

Nach Lowen besteht das Selbst aus 3 Schichten um einen Kern. Je bewusster wir die einzelnen Schichten unseres Selbst als solche wahrnehmen umso besser und schneller der Kontakt zum Innersten und um so gesunder sind wir. Die drei äußeren Schichten beschützen den inneren Kern und reflektieren frühere Erlebnisse.

zwiebelmodell

  1. Die äußere Schicht besteht aus unseren Rollen (Ego, Persönlichkeit) in denen wir mit der Umwelt kommunizieren, aus dem, was uns von unserem Selbst bewusst ist. Beispiele: Der Ängstliche, die Misstrauische, der Beschämte, die Schuldige, der Zweifelnde, die Dramatische, der Melancholische, die Mächtige….der Vertrauensvolle, der Kräftige, die Selbstständige, die Verantwortliche, der Handelnde, der Wissende….
  2. Die nächste Schicht besteht aus unserem körperlichen, muskulären Empfinden. Beispiel: Schwäche, Verspannung, Schmerzen …Kraft, Wohlbefinden, Entspannung Ekstase…
  3. Die nächste Schicht besteht aus unseren Gefühlen Beispiel: Wut, Trauer, Angst, Hoffnungslosigkeit …Mut, Freude, Optimismus, Lebendigkeit…
  4. Die innerste Schicht besteht aus dem wahren oder höheren Selbst, der Seele, dem inneren Kern, dem Herz…

 

 

Ressourcen

„Ressourcen auf die wir zurückgreifen können erhalten seelische Gesundheit.

Ressourcen sind innere (Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Geschicke, Erfahrungen, Talente, Stärken…) oder äußere Potentiale (Familie, Gesundheit, Beziehungen zu netten Menschen, positive Aktivitäten, finanzielle Absicherung, Tiere, Natur, Musik, Kunst, ein schönes Bild…) die uns fühlbar nützen, gut tun, Kraft geben.